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Autor Thema: Vorratsdatenspeicherung  (Gelesen 13197 mal)

Navix

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Vorratsdatenspeicherung
« am: Januar 13, 2011, 19:43:28 »

Wenn   Austria auch zur Vorratsdatenspeicherung verpflichtet werden muss was passiert ja dann mit dem Dienst bitte ?? Ein Server in Ausland ?

Alles Gute !!!

MfG
Navix


P.S.

Hideway

Mit „surfen ohne Vorratsdatenspeicherung“ wirbt der seit 2007 bestehende und in Österreich ansässige VPN-Anbieter Hideway. Das allerdings stimmt bei genauem Hinsehen nicht ganz. So werden zwar keine internen oder externen IP-Adressen oder sonstige Verbindungsinhalte gespeichert, wohl aber pro Verbindung der Benutzername, die Verbindungszeit und das übertragene Datenvolumen, wenn auch jeweils nur einen Tag lang. Daneben speichert der Anbieter für 7 Tage jeweils die Summe des täglichen Volumens und der Onlinezeit pro Benutzername. Unbefristet gespeichert werden die Stammdaten in Form von Name, Post- und E-Mail-Adresse; allerdings ist eine Anmeldung auch unter Angabe nur einer E-Mail-Adresse möglich, wenn man per Vorabüberweisung oder Anruf einer deutschen, österreichischen oder schweizerischen Premiumnummer zahlt. Letzteres funktionierte im Test unter Verwendung einer Wegwerfadresse einwandfrei. Im Übrigen werden Zahlungen per Lastschrift auch von deutschen Konten, Kreditkarte, Giropay, dem österreichischen EPS und Paybox sowie Paypal akzeptiert. Nur beim 0900-Anruf und bei Giropay werden die Zahlungsdaten nicht bei Hideway gespeichert; eine Rückverfolgung der Benutzernamen zu den Zahlungsdaten bleibt in jedem Fall denkbar. Der Anbieter gibt an, bisherige Behördenanfragen auf Herausgabe von Nutzerdaten seien erfolgreich abgewehrt worden.

Alle Kunden sind über denselben Server in Österreich unter derselben österreichischen IP-Adresse im Netz, Port-Forwarding wird nicht angeboten. Eine anbieterseitige Serverkaskadierung ist nicht vorgesehen. Für den Fall einer gesetzlichen Vorratsspeicherpflicht plant der Anbieter schon jetzt eine Verlegung ins Ausland. Eine Verbindung zum Dienst ist ausschließlich via OpenVPN möglich, das für Windows vorkonfiguriert zum Download bereitsteht; Benutzer andere Betriebssysteme können ebenfalls OpenVPN verwenden und die Hideway-Konfigurationsdateien herunterladen. Im Test erfolgte die Freischaltung schnell und es wurden gute Geschwindigkeiten von etwa 3.500 KBit/s im Down- und 700 KBit/s im Upstream bei einer Pingzeit von knapp 80 ms erreicht. E-Mails können via Port 25 verschickt werden, durchlaufen dort allerdings einen Proxyserver, der auf Spam prüft und die Zahl ausgehender E-Mails gegebenenfalls limitiert. Dabei fiel auf, dass der Proxyserver keine SMTP-Authentifizierung nach RFC 2554 unterstützt. Das heißt in der Praxis, dass man vor jedem Mailversand erst E-Mails abrufen muss und der E-Mail-Provider diese Art der Authentifizierung unterstützen muss. Der SSL-verschlüsselte E-Mail-Versand auf Port 465 war gesperrt, ansonsten sollen keine Portsperren bestehen. Der Anbieter bietet optional Verträge mit automatischer Verlängerung (Abonnements) an, die auch etwas günstiger sind; die Laufzeit kann der Kunde mit 1, 3 oder 6 Monaten selbst wählen. Dabei stehen monatliche Volumenkontingente von wahlweise 10, 50 oder 120 GB zur Verfügung, Flatrates werden nicht angeboten. Die monatlichen Nicht-Abonnementpreise bewegen sich zwischen 8 und 20 €. Auf Anfragen reagierte der Anbieter freundlich, fachkundig und auch am Wochenende zügig.

http://www.daten-speicherung.de/index.php/test-internet-anonymisierungsdienste/#hideway
« Letzte Änderung: April 28, 2012, 15:50:12 von Navix »
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hideway2

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Re: Vorratsdatenspeicherung
« Antwort #1 am: Januar 14, 2011, 21:44:11 »

Hallo Navix,

zur Zeit scheint keine baldige Änderung der Vorratsdatenspeicherung in Österreich absehbar. Grundsätzlich aber ist eine Auslagerung ins Ausland für diesen Fall eine Option.

Vielen Dank für das PS. Mittlerweile können neben OpenVPN auch PPTP oder L2TP für einen Verbindungsaufbau verwendet werden.


mfg,
hideway2
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Navix

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Re: Vorratsdatenspeicherung
« Antwort #2 am: Februar 09, 2011, 19:36:25 »

Vorratsdatenspeicherung kommt (in Österreich) und geht (in Zypern)

Verfasst von dub am 9. Februar 2011 - 16:34


Bis Mitte Februar wollen die Regierungsparteien eine Einigung über die Umsetzung der umstritteneren EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung (VDS) erzielen, meldete der ORF-Sender FM4 am Dienstag. Erzielen die Koalitionsparteien tatsächlich eine endgültige Einigung, dann steht der anlasslosen Überwachung des Telefonie- und Internetverkehrs auch in Österreich nichts mehr im Wege.

Die Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung ist eine der meist kritisierten EU-Regelungen. Sie schreibt den EU-Mitgliedsstaaten vor, alle Telekom-Anbieter und Internetprovider dazu zu verpflichten, die Verbindungsdaten ihrer Kunden für mindestens sechs Monate zu speichern und auf Anfrage an die Strafverfolgungsbehörden zu übermitteln. Das bedeutet, dass die gesamte Kommunikation und auch alle Kommunikationsversuche via Telefon, SMS, E-Mail oder Internet erfasst werden, ohne dass ein konkreter Verdacht oder eine konkrete Straftat vorliegt.

Mehrere Länder haben die unliebsame Richtlinie aus dem Jahre 2006 noch immer nicht umgesetzt, darunter Schweden und Österreich. Die Europäische Kommission hat deswegen ein Vertragsverletzungsverfahren in Gang gesetzt. In Österreich hat sich die zuständige SPÖ-Ministerin Doris Bures mit der Umsetzung der VDS-Richtlinie, die noch mit Zustimmung der schwarz-blau/orangen Vorgänger zustande gekommen war, lange Zeit gelassen. Nicht zuletzt wegen ernster Bedenken hinsichtlich der Vereinbarkeit der VDS mit Artikel 8 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK), der Jedermann einen „Anspruch auf Achtung seines Privat- und Familienlebens, seiner Wohnung und seines Briefwechsels“ garantiert.

Um einen Weg der Umsetzung zu finden, der möglichst wenig in die Grundrechte der Nutzer eingreift, hat Bures dann im Jahre 2009 das Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte (BIM) beauftragt, einen Gesetzesentwurf für die erforderliche Novelle des Telekommunikationsgesetzes 2003 auszuarbeiten. Im Zuge dieser Arbeit kam das BIM zu dem Schluss, es sei nicht möglich, die Richtlinie zu "zu reparieren". Die Vorratsdatenspeicherung verletzte so oder so die Europäischen Menschenrechtskonvention, weshalb, so die Autoren, "jene Teile des Gesetzesentwurfs, welche die vorrätige Speicherung von Daten vorschreiben, niemals in Kraft treten [sollten] ... andernfalls verstieße ihre bloße Existenz gegen die Menschenrechte" (mehr dazu siehe EDRi-gram 7.23). Eine Sichtweise, die im anschließenden Begutachtungsverfahren von einer kaum enden wollenden Flut von Stellungnahmen untermauert wurde.

Nun soll die Richtlinie angesichts drohender Strafgelder aber offenbar doch irgendwie umgesetzt werden. Dem ORF-Bericht zufolge sind die Verhandlungen zwischen dem federführenden BMVIT (Doris Bures, SPÖ) mit dem Innen- und Justizressort (Maria Fekter (ÖVP) bzw. die ÖVP-nahe Claudia Bandion-Ortner) in der Endphase, spätestens Montag Abend soll die Entscheidung stehen.

In anderen Staaten wird unterdessen weiterhin gegen die Vorratsdatenspeicherung gekämpft. In Deutschland, Bulgarien und Rumänien liegen schon seit geraumer Zeit Höchstgerichtsentscheide vor, mit welchen die Verpflichtung zur Vorratsdatenspeicherung bzw. spezifische Umsetzungsbestimmungen für verfassungswidrig erklärt worden sind. Seit 1. Februar zählt nun auch Zypern zu diesem Kreis. Denn das zypriotische Höchstgericht hat zwei Bestimmungen für nicht verfassungskonform erklärt (mehr dazu in Bälde im EDRi-gram 9.3).

Darüber hinaus hat der oberste irische Gerichtshof die Angelegenheit an den Europäischen Gerichtshof (EuGH) verwiesen. Dieser soll nun dazu Stellung nehmen, ob die Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung mit der Europäischen Grundrechtecharta vereinbar ist. Diese EuGH-Entscheidung wird mit Spannung erwartet und wohl auch von entscheidender Bedeutung für die derzeit seitens der Europäischen Kommission durchgeführte Evaluierung der Richtlinie haben. Bis dahin wird das Tauziehen um die umstrittene Überwachungsmaßnahme, für deren Zweckmäßigkeit bis bis heute noch keine hinreichenden Beweise vorgelegt werden konnten, sicherlich weitergehen.

Die zuständige Innenkommissarin Malmström hat zwar schon vor Abschluss des Evaluierungsverfahrens erklärt, "die Vorratsdatenspeicherung sei hier, um zu bleiben", Bürgerrechtler und liberale Politiker hoffen aber weiter, dass die Vorratsdatenspeicherung (mit Hilfe eines entsprechenden EuGH-Entscheids) doch noch – für immer – geht.

[unwatched]

http://www.unwatched.org/node/2622


P.S. Was sagt unser Support dazu bitte ??
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hideway2

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Re: Vorratsdatenspeicherung
« Antwort #3 am: Februar 10, 2011, 11:30:03 »

Hallo Navix,

nach den uns bekannten Gesetzesentwürfen ist Hideway von der geplanten Verpflichtung zur Vorratsdatenspeicherung nicht betroffen.

Natürlich beobachten auch wir die Entwicklung sehr aufmerksam und werden wie bisher dem Schutz der Privatsphäre unserer Kunden höchste Priorität einräumen.


mfg,
hideway2
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Navix

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Re: Vorratsdatenspeicherung
« Antwort #4 am: Februar 10, 2011, 19:22:09 »

Vielen Herzlichen Dank das beruhigt mich.
Am anfang dachte ich daß alle Provider und auch Anonymisierungsdienste zur Vorratsdatenspeicherung gezwungen werden ohne ausnahme .

MgG
Navix
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Navix

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Re: Vorratsdatenspeicherung
« Antwort #5 am: März 07, 2011, 15:06:11 »

Österreich: Vorratsdatenspeicherung soll 2012 in Kraft treten

Die österreichische Regierung beschloss vor Kurzem die Einführung der verdachtsunabhängigen Vorratsdatenspeicherung von Telekommunikationsdaten. Die tatsächliche Datenspeicherung wird jedoch erst ab 2012 erfolgen. Bis dahin haben die Provider Zeit, die nötige technische Infrastruktur zu schaffen.

Die österreichische Regierung geht davon aus, dass die nötigen Gesetze und Richtlinien bereits im April oder Mai fertiggestellt sein werden. Um die Vorratsdatenspeicherung - die von der EU vorgegeben wird, in Österreich aber bisher nicht umgesetzt wurde - zu realisieren, müssen das Telekommunikationsgesetz (TKG), die Strafprozessordnung (StPO) sowie das Sicherheitspolizeigesetz (SPG) geändert werden. Sind diese Änderungen beschlossen und im Bundesgesetzblatt verkündet, gilt die EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung als umgesetzt. Österreich hätte dies ja ursprünglich bis März 2009 bewerkstelligen sollen und war bereits einmal vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) wegen Säumigkeit verurteilt worden.

In Kraft treten werden die geänderten Gesetze jedoch erst Anfang 2012. Bis dahin haben Österreichs Telekommunikations-Provider Zeit, die nötige Infrastruktur für die Datenspeicherung zu planen, anzuschaffen und fertigzustellen.

Die im Rahmen der Vorratsdatenspeicherung erfassten Verbindungsdaten sollen in Österreich sechs Monate lang gespeichert werden. Der Zugriff auf die Daten durch die Ermittlungsbehörden erfolgt nur mit Richtervorbehalt im Falle von Straftaten, die mit mehr als einem Jahr Haft bedroht sind. Das österreichische Gesetz gilt somit als vergleichsweise minimale Umsetzung der EU-Richtlinie. Allerdings soll die EU-Richtlinie im kommenden März womöglich geändert werden, da verstärkt Kritik an der bisher geltenden Fassung aus dem Jahr 2006 laut wurde. Es wird sich zeigen, welche Auswirkungen das auf die politischen Vorgänge in Österreich haben wird.

http://www.gulli.com/news/-sterreich-vorratsdatenspeicherung-soll-2012-in-kraft-treten-2011-02-25


P.S. Sogar wenn das Gesetzt in Kraft tritt bleiben wir doch alle anonym ? Oder sollen sie dann auch alle daten 6 monate lang speichern ???
Vielen Dank im voraus !
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hideway2

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Re: Vorratsdatenspeicherung
« Antwort #6 am: März 09, 2011, 11:46:53 »

Hallo Navix,

selbstverständlich.

Am bisherigen Stand hat sich nichts geändert.


mfg,
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osimon

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